Was gehört auf eine Statuspage?
Der Gesamtzustand, eine überschaubare Liste von Komponenten, laufende Vorfälle, angekündigte Wartungen und der Verlauf der letzten Wochen. Mehr nicht. Eine Statuspage ist kein Betriebsdiagramm, sondern die Antwort auf eine einzige Frage: Liegt es an euch oder an mir?
Die wichtigste Entscheidung ist die Benennung der Komponenten, und sie fällt vor der ersten Zeile Gestaltung. Komponenten heißen nach dem, was ein Kunde tun will, nicht nach dem, was in Deinem Rechenzentrum steht. „Anmeldung“, „Zahlung“, „Datei-Upload“ beantworten die Frage. „api-gateway-eu-west“ und „redis-primary“ beantworten sie nicht — sie sind korrekt und trotzdem nutzlos, weil niemand außerhalb Deines Teams weiß, was davon gerade sein Problem ist.
Komponenten lassen sich gruppieren. Eine Gruppe „Web“ mit den Untereinträgen „Website“, „Konsole“ und „Dokumentation“ zeigt oben den zusammengefassten Zustand und darunter die Einzelheiten für den, der sie sucht. Das hält die Seite kurz, ohne Informationen wegzulassen.
Jede Komponente führt einen Zustand, und dieser Zustand wird berechnet, nicht von Hand gesetzt: funktionsfähig, beeinträchtigt, teilweise gestört, größere Störung, in Wartung. Er folgt der Überwachung des dahinterliegenden Dienstes — damit auf der Seite nicht „alles in Ordnung“ steht, während die Prüfungen längst fehlschlagen.
- Funktionsfähig
- Alle Prüfungen laufen durch. Der Normalzustand, der neunundneunzig Prozent der Zeit angezeigt wird.
- Beeinträchtigt
- Der Dienst antwortet, aber nicht richtig — zu langsam oder mit einer Antwort, die eine Bedingung verletzt.
- Teilweise gestört
- Ein Teil der Messstandorte oder ein Teil der Komponenten einer Gruppe ist betroffen, nicht alle.
- Größere Störung
- Der Dienst ist nicht nutzbar. Der Zustand, wegen dem Besucher überhaupt auf die Seite kommen.
- In Wartung
- Ein angekündigtes Fenster läuft. Sichtbar von der Ankündigung bis zum Abschluss, damit niemand einen geplanten Neustart für einen Ausfall hält.

Wer einen Zustand von Hand pflegen will, legt den Dienst mit dem Prüftyp „Manuell“ an. Dann gibt es keine automatische Prüfung, und der Zustand ändert sich nur, wenn ein Mensch ihn ändert — sinnvoll für alles, was sich von außen nicht messen lässt, etwa einen Lieferdienst oder eine Telefonanlage.

