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LIVCK vs Uptime Kuma

Uptime Kuma Alternative aus Deutschland

LIVCK vs Uptime Kuma — Überwachung, Alarmierung und Statuspage in einem Werkzeug. Als Cloud oder auf eigener Infrastruktur.

Open Source (MIT) Selbst betriebene Überwachung, ein Knoten

Uptime Kuma ist das erfolgreichste quelloffene Projekt seiner Kategorie, und das aus guten Gründen: Es ist in Minuten aufgesetzt, die Oberfläche ist aufgeräumt, es kennt fast jeden Benachrichtigungsweg und es kostet nichts. Wer es einsetzt, hat sich meist bewusst dafür entschieden. Ein Vergleich lohnt sich deshalb nur an den zwei Stellen, an denen die Bauform an eine Grenze stößt — beim einzelnen Knoten und beim einzelnen Blickwinkel.

Keine Kreditkarte erforderlich. Free-Tarif dauerhaft kostenlos.

Kurzfazit

Uptime Kuma ist ein quelloffenes Überwachungswerkzeug unter MIT-Lizenz, das auf einem einzelnen Knoten läuft — Stand August 2026 rund 90.600 Sterne auf GitHub und aktiv gepflegt. Es kostet keine Lizenzgebühr, prüft aus genau einem Blickwinkel und hat weder Hochverfügbarkeit noch Cluster-Betrieb. Fällt der Rechner aus, auf dem es läuft, endet die Überwachung, und die Statuspage endet mit ihr — meistens still. Für ein Heimlabor, ein internes Netz oder eine überschaubare Zahl von Diensten ist es eine ausgezeichnete Wahl. Für eine Statuspage, die Kunden gegenüber eine Zusage abbildet, ist die entscheidende Frage nicht der Preis, sondern wer das Werkzeug betreibt und aus wie vielen Richtungen es schaut.

Feature-Vergleich

LIVCK vs Uptime Kuma

Feature LIVCKUptime Kuma
Lizenzkosten0 € im Free-Tarif, ab 19 € netto darüber0 € (MIT-Lizenz)
Prüfstandorte9 Standorte in 6 Ländern, 2 bis 8 je Tarif1 — der Server, auf dem es läuft
Mehrheitsregel statt WiederholungszählerJa, über mehrere StandorteNein, nur Wiederholungen am selben Ort
Ausfallsicherheit der Überwachung selbstVerteilt, einzelne Standorte dürfen ausfallenEin Knoten, kein Cluster-Betrieb
Statuspage unabhängig vom überwachten SystemJa, getrennt betriebenNein, dieselbe Instanz
Zustellbarkeit von WarnmeldungenEnthaltenEigener Mailversand, SPF/DKIM/DMARC selbst
Rufbereitschaft und EskalationRotationen, Stufen, Vertretungen — ab Team (49 €)Nein, nur Benachrichtigungen
Selbst betreibenAls eigene Statuspage-Software, ohne die verteilten PrüfstandorteJa, ausschließlich
QuelloffenNeinJa, MIT

Was kostet Uptime Kuma im Vergleich?

Ein Preisvergleich mit einem quelloffenen Projekt führt in die Irre, wenn er nur Lizenzgebühren gegenüberstellt. Sinnvoll ist die Frage nach den Gesamtkosten über ein Jahr, einschließlich der Arbeitszeit für Betrieb. Die Stundenannahme unten ist konservativ; jeder kann sie durch seinen eigenen Satz ersetzen.

Was kostet Uptime Kuma im Vergleich?
Verglichen wird LIVCK Uptime Kuma
Lizenzgebühr0 € im Free-Tarif, ab 19 € netto darüber0 € (MIT)
Server für den BetriebEntfällt in der Cloud, gleich hoch bei EigenbetriebAb etwa 5 € im Monat, selbst zu stellen
Aktualisierungen und SicherungenEnthalten in der CloudEigene Arbeitszeit, laufend
Prüfstandorte2 bis 8 je Tarif, aus 9 Standorten1 — der eigene Server
Zustellung von Warn-E-MailsEnthaltenEigener Mailversand oder Fremdanbieter
SMS-Weckrufe25 bis 50 Guthaben im MonatEigener Anbieter, eigener Vertrag
Verfügbarkeit der Überwachung selbstVerteilt, mit Ausfall einzelner StandorteSo hoch wie der eine Knoten
Anzahl Dienste20 bis 400 je TarifUnbegrenzt, praktisch durch die Datenbank begrenzt

Wer überwacht die Überwachung?

Bei einem Aufbau mit einem Knoten: niemand. Uptime Kuma läuft als einzelne Instanz ohne Cluster-Betrieb und ohne Übernahme durch einen zweiten Knoten. Fällt der Rechner aus, auf dem es läuft, hören die Prüfungen auf — und weil es die Instanz ist, die Alarme verschickt, verschickt sie auch keinen Alarm über sich selbst. Der Ausfall ist still.

Das ist die eigentliche strukturelle Eigenschaft, und sie ist unabhängig von der Qualität der Software. Ein Überwachungswerkzeug, das auf demselben Rechner oder im selben Rechenzentrum läuft wie das, was es überwacht, teilt dessen Schicksal. Ein Netzausfall beim Anbieter nimmt beides gleichzeitig aus dem Netz. Genau in diesem Moment würde man erwarten, benachrichtigt zu werden.

Die übliche Antwort der Gemeinschaft ist ein zweiter Aufbau: eine zweite Instanz bei einem anderen Anbieter, die die erste überwacht, oder ein externer Dienst, der einen Heartbeat der Instanz entgegennimmt. Beides funktioniert und ist gängige Praxis. Beides bedeutet aber, dass die Frage nach dem Preis neu gestellt werden muss — es sind dann zwei Server, zwei Aktualisierungspfade und zwei Sicherungen.

Der zweite Teil desselben Problems betrifft die Statuspage. Uptime Kuma liefert sie aus derselben Instanz aus. Fällt die Instanz aus, ist auch die Seite weg, auf der stehen müsste, dass etwas nicht stimmt. Besucher sehen dann nicht eine Störungsmeldung, sondern eine Zeitüberschreitung — und ziehen daraus dieselben Schlüsse wie aus der ausgefallenen Hauptanwendung, nur ohne Erklärung.

Wer diese Bauform trotzdem wählt, sollte sie bewusst wählen und den zweiten Beobachter dazustellen. Das ist keine theoretische Empfehlung: Der Ausfall der Überwachung fällt in der Praxis oft erst Tage später auf, weil das Ausbleiben von Alarmen sich nicht von einem ruhigen Betrieb unterscheiden lässt.

Warum erzeugt ein einzelner Blickwinkel Fehlalarme?

Weil eine fehlgeschlagene Anfrage zwei völlig verschiedene Dinge bedeuten kann: Der Dienst ist ausgefallen — oder der Weg dorthin ist es. Von einem einzigen Standort aus lassen sich diese Fälle nicht unterscheiden. Ein überlasteter Netzknoten, eine kurze Routenänderung oder ein DNS-Aussetzer beim eigenen Anbieter sehen exakt aus wie ein Ausfall.

Die Folgen sind zwei, und beide sind teuer. Die erste ist der Weckruf um drei Uhr nachts für ein Problem, das nie existiert hat. Ein einzelner solcher Fall ist ärgerlich; eine Serie davon führt dazu, dass Alarme abgeschaltet oder ignoriert werden — und ab dann ist auch der echte Ausfall unsichtbar. Die zweite ist die Verfälschung der Verfügbarkeitszahl. Wer Kunden gegenüber eine Quote ausweist, weist mit einem Blickwinkel eine Zahl aus, die die eigene Anbindung mitmisst.

Die verbreitete Gegenmaßnahme ist ein Wiederholungszähler: erst nach drei fehlgeschlagenen Durchläufen wird alarmiert. Das hilft gegen kurze Aussetzer und verlängert gleichzeitig die Erkennungsdauer um das Dreifache. Es tauscht ein Problem gegen ein anderes, weil es die eigentliche Frage nicht beantworten kann — ob das Problem beim Dienst liegt oder auf dem Weg.

Mehrere Standorte beantworten sie. Wenn Frankfurt, Wien und Helsinki gleichzeitig scheitern, ist es der Dienst. Wenn nur Warschau scheitert, ist es die Strecke. Diese Unterscheidung ist der Grund, warum verteilte Prüfung überhaupt existiert, und sie ist mit einem einzelnen Knoten grundsätzlich nicht herstellbar — unabhängig davon, wie gut die Software ist.

Fairerweise: Für viele Anwendungsfälle spielt das keine Rolle. Wer interne Dienste überwacht, die ohnehin nur aus dem eigenen Netz erreichbar sind, hat gar keinen zweiten Blickwinkel zur Auswahl, und ein Wiederholungszähler ist dort die richtige und ausreichende Antwort.

Was kostet ein kostenloses Werkzeug wirklich?

Die Lizenz nichts, den Betrieb etwas. Realistisch sind ein kleiner Server ab etwa fünf Euro im Monat, dazu die laufende Arbeit für Aktualisierungen, Sicherungen, TLS-Zertifikate und die Zustellbarkeit der Warn-E-Mails. Bei zwei Stunden im Quartal und einem üblichen Stundensatz liegt das Jahresergebnis über dem, was ein bezahlter Tarif in vergleichbarer Größenordnung kostet.

Diese Rechnung wird oft als Verkaufsargument vorgetragen und ist dann meist unehrlich, weil sie die Arbeitszeit übertreibt. Uptime Kuma ist genügsam: Ein Container, ein Datenverzeichnis, gelegentlich ein neues Abbild. Wer ohnehin Server betreibt, hat den Aufwand faktisch schon bezahlt, und die zusätzlichen Kosten liegen dann tatsächlich nahe null.

Der Posten, der regelmäßig unterschätzt wird, ist ein anderer: die Zustellbarkeit der Warnmeldungen. Eine Alarm-E-Mail aus einer selbst betriebenen Instanz landet ohne korrekt gesetzte SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge im Spam-Ordner — und zwar genau bei den großen Anbietern, bei denen die Empfänger tatsächlich sind. Die Meldung wird verschickt, sie kommt an, und trotzdem sieht sie niemand. Das ist ein Ausfall der Alarmierung, der sich nicht als Fehler zeigt.

Für Statuspage-Abonnenten gilt derselbe Punkt mit größerer Reichweite. Sobald an eine dreistellige Zahl von Empfängern verschickt wird, ist Zustellbarkeit ein eigenes Thema mit Aufwärmphase, Rückläuferbehandlung und Abmeldeverwaltung. Das ist der Punkt, an dem die meisten Eigenbauten einen Fremdanbieter zukaufen — und ab da ist die Rechnung nicht mehr null.

Ehrlich bleibt: Für unter zehn Dienste und ein internes Publikum ist der Gesamtaufwand tatsächlich vernachlässigbar. Die Rechnung kippt dort, wo externe Empfänger dazukommen und wo ein Ausfall der Überwachung selbst nicht mehr hinnehmbar ist.

Wie viele Dienste verträgt Uptime Kuma?

Deutlich mehr als die meisten Installationen brauchen, aber nicht beliebig viele. Standardmäßig speichert Uptime Kuma in SQLite; ab Version 2 lässt sich MariaDB als Datenbank hinterlegen. Mit SQLite berichten Betreiber ab etwa hundert bis hundertfünfzig Diensten mit kurzen Intervallen von einer träge werdenden Oberfläche, und Schreibspitzen sind der begrenzende Faktor.

Die Schreibspitze ist der interessante Teil, weil sie genau im falschen Moment auftritt. Im Normalbetrieb schreibt jeder Durchlauf ein Ergebnis — gleichmäßig verteilt und unkritisch. Fällt dagegen etwas Großes aus, wechseln viele Dienste innerhalb weniger Sekunden ihren Zustand, und jeder Wechsel erzeugt zusätzliche Schreibvorgänge und Benachrichtigungen. Die Last ist dann am höchsten, wenn die Oberfläche gebraucht wird.

Die Umstellung auf MariaDB in Version 2 entschärft genau das und ist für größere Installationen die richtige Wahl. Sie fügt allerdings einen Dienst hinzu, der ebenfalls gesichert, aktualisiert und überwacht werden will — der Aufwand aus dem vorigen Abschnitt wächst mit.

Für die Praxis ergibt sich eine einfache Faustregel: Unter fünfzig Diensten ist die Standardkonfiguration unproblematisch. Zwischen fünfzig und einigen hundert lohnt sich der Umstieg auf MariaDB und eine ehrliche Prüfung der Intervalle — viele Dienste vertragen sechzig Sekunden statt zwanzig, ohne dass jemand den Unterschied bemerkt. Darüber hinaus wird die Frage nach der Bauform grundsätzlicher als die nach der Datenbank.

Was Uptime Kuma besser kann

Ein Vergleich, in dem der andere nie gewinnt, ist keiner. Diese Punkte sprechen sachlich gegen einen Wechsel.

Quelloffen unter MIT-Lizenz

Der Quelltext liegt offen, die Lizenz erlaubt praktisch jede Verwendung, und niemand kann Preise ändern oder das Produkt einstellen. Für Organisationen, die Abhängigkeit von einem Anbieter grundsätzlich vermeiden, ist das ein Argument, gegen das kein kommerzielles Angebot etwas ausrichtet.

Vollständige Datenhoheit ohne Vertrag

Es gibt keinen Auftragsverarbeiter, keine Unterauftragsverarbeiter und keinen Vertrag, der geprüft werden müsste. Die Daten verlassen das eigene Netz nicht. Das ist der kürzeste denkbare Weg durch eine Datenschutzprüfung.

In Minuten betriebsbereit

Ein Docker-Befehl, ein Datenverzeichnis, fertig. Für einen schnellen Aufbau, ein Heimlabor oder eine Zwischenlösung ist der Weg vom Entschluss zur laufenden Überwachung kürzer als bei jedem gehosteten Dienst mit Anmeldung und Einrichtung.

Sehr breite Benachrichtigungsunterstützung

Über neunzig Wege, von Telegram über Gotify und ntfy bis zu selbst gebauten Webhooks. Wer einen ungewöhnlichen Kanal nutzt, findet ihn hier eher als bei einem kommerziellen Anbieter, der seine Integrationsliste kuratiert.

Für wen lohnt sich ein Wechsel — und für wen nicht?

Vier typische Ausgangslagen und die jeweils naheliegende Entscheidung.

Heimlabor, interne Dienste, persönliche Projekte Bei Uptime Kuma bleiben
Hier ist Uptime Kuma schlicht die richtige Antwort. Es gibt kein externes Publikum, keine Zusage gegenüber Kunden, und ein einzelner Blickwinkel ist bei internen Diensten ohnehin der einzig mögliche. Ein bezahlter Dienst löst in dieser Lage kein Problem.
Team mit vorhandener Betriebsmannschaft und Grundsatz Datenhoheit Bei Uptime Kuma bleiben
Wo Server ohnehin betrieben werden und die Vorgabe lautet, dass Daten das eigene Netz nicht verlassen, ist der Zusatzaufwand gering und das Ergebnis genau das gewünschte. Ein zweiter Beobachter für die Instanz selbst gehört allerdings dazu.
Betreiber mit öffentlicher Statuspage und externen Abonnenten Wechsel lohnt sich
Zwei Gründe, keiner davon Preis. Die Statuspage darf nicht mit dem ausfallen, worüber sie berichtet, und Zustellbarkeit an eine dreistellige Empfängerzahl ist ein eigenes Fachgebiet. Beides spricht dagegen, beides aus derselben Instanz zu betreiben.
Dienstleister mit Verfügbarkeitszusage im Vertrag Wechsel lohnt sich
Eine Verfügbarkeitsquote aus einem einzelnen Blickwinkel misst die eigene Anbindung mit. Wo die Zahl Vertragsgegenstand ist, muss sie aus mehreren Richtungen erhoben und die Mehrheitsregel nachvollziehbar sein.

Gehörst Du zur zweiten Gruppe? Der Free-Plan kostet nichts und braucht keine Kreditkarte.

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Gründe für den Wechsel

01

Prüfung aus mehreren Richtungen

Wenn Frankfurt, Wien und Helsinki gleichzeitig scheitern, ist es der Dienst. Wenn nur einer scheitert, ist es die Strecke. Diese Unterscheidung ist mit einem einzelnen Knoten grundsätzlich nicht möglich.

02

Die Statuspage fällt nicht mit aus

Sie wird getrennt von der überwachten Umgebung ausgeliefert. Genau in dem Moment, in dem sie gebraucht wird, ist sie erreichbar — nicht ebenfalls im Zeitüberschreitungsfehler.

03

Zustellbarkeit ist kein eigenes Projekt

SPF, DKIM, DMARC, Aufwärmphase, Rückläuferbehandlung: alles vorhanden. Eine Alarmmeldung im Spam-Ordner ist ein Ausfall der Alarmierung, der sich nirgends als Fehler zeigt.

04

Rufbereitschaft statt nur Benachrichtigung

Rotationen, Vertretungen, Eskalationsstufen und die Regel, was passiert, wenn niemand bestätigt. Uptime Kuma verschickt die Meldung zuverlässig. Wer sie um drei Uhr nachts liest, entscheidet der Zufall.

05

Auch zum Selbstbetrieb

LIVCK gibt es außerdem als Statuspage-Software für den eigenen Server. Verteilte Prüfstandorte und eine getrennt ausgelieferte Statuspage sind allerdings Eigenschaften der gehosteten Fassung — wer beides braucht, kombiniert.

Wie der Wechsel von Uptime Kuma abläuft

Ein Wechsel von Uptime Kuma bedeutet selten, es abzuschalten. In den meisten Fällen bleibt es für interne Dienste stehen, und nur das, was Kunden betrifft, wandert nach außen. Diese Aufteilung ist meistens die bessere Lösung als eine Entweder-oder-Entscheidung.

  1. Nach Publikum trennen

    Die Liste der Dienste in zwei Teile schneiden: Was ein externes Publikum betrifft, und was nur intern relevant ist. Nur der erste Teil muss von außen und aus mehreren Richtungen geprüft werden.

  2. Intervalle ehrlich prüfen

    Beim Übertragen nicht die bestehenden Werte kopieren, sondern neu begründen. Viele Dienste stehen aus Gewohnheit auf zwanzig Sekunden, obwohl sechzig ausreichen — das senkt Last und Fehlalarme gleichzeitig.

  3. Mehrheitsregel festlegen

    Der Schritt ohne Entsprechung in der alten Aufstellung. Statt eines Wiederholungszählers wird festgelegt, wie viele der geprüften Standorte scheitern müssen, damit ein Vorfall entsteht. Das ersetzt die Wartezeit durch eine Aussage.

  4. Historie einordnen

    Die bisherigen Verfügbarkeitsdaten bleiben in Uptime Kuma und wandern nicht mit. Wer eine durchgehende Chronik braucht, exportiert sie und hält den alten Stand als Archiv — die neue Zeitreihe beginnt mit anderer Messgrundlage und wäre ohnehin nicht vergleichbar.

  5. Alarmwege doppelt führen

    Zwei bis drei Wochen beide Systeme alarmieren lassen. Der Vergleich beantwortet die eigentliche Frage des Wechsels: wie viele der bisherigen Weckrufe tatsächlich Ausfälle waren und wie viele die eigene Anbindung.

Uptime Kuma nicht abschalten, bevor der Ersatz einen echten Vorfall gesehen hat. Und falls es weiterläuft: Es braucht einen zweiten Beobachter, der meldet, wenn die Instanz selbst ausfällt. Genau dieser Ausfall meldet sich nicht von allein und fällt sonst erst auf, wenn tagelang keine Alarme mehr kamen.

Häufige Fragen

Ist Uptime Kuma wirklich kostenlos?
Die Software ja — MIT-Lizenz, keine Lizenzgebühr, keine Funktionsbeschränkung. Kosten entstehen an anderer Stelle: Server ab etwa fünf Euro im Monat, Arbeitszeit für Aktualisierungen und Sicherungen sowie gegebenenfalls ein Mailversand-Dienst, damit Warnmeldungen nicht im Spam landen.
Kann Uptime Kuma hochverfügbar betrieben werden?
Nein. Uptime Kuma läuft als einzelne Instanz ohne Cluster-Betrieb und ohne automatische Übernahme durch einen zweiten Knoten. Die übliche Lösung ist ein zweiter, unabhängiger Aufbau bei einem anderen Anbieter, der die erste Instanz überwacht — mit entsprechend doppeltem Betriebsaufwand.
Wie viele Dienste verträgt Uptime Kuma?
Mit der Standarddatenbank SQLite berichten Betreiber ab etwa hundert bis hundertfünfzig Diensten mit kurzen Intervallen von spürbarer Trägheit. Seit Version 2 lässt sich MariaDB hinterlegen, was diese Grenze deutlich verschiebt, aber einen weiteren zu betreibenden Dienst hinzufügt.
Warum sind mehrere Prüfstandorte wichtig?
Weil eine fehlgeschlagene Anfrage von einem einzelnen Standort aus nicht unterscheidbar ist zwischen einem ausgefallenen Dienst und einer gestörten Strecke dorthin. Scheitern mehrere Standorte gleichzeitig, liegt es am Dienst. Scheitert nur einer, ist es das Netz. Mit einem Knoten ist diese Unterscheidung nicht herstellbar.
Was passiert mit der Statuspage, wenn der Server ausfällt?
Sie fällt mit aus. Uptime Kuma liefert die Statuspage aus derselben Instanz aus, die auch prüft. Besucher sehen dann keine Störungsmeldung, sondern eine Zeitüberschreitung — genau in dem Moment, in dem die Seite ihre Aufgabe erfüllen müsste.
Kann ich meine Daten aus Uptime Kuma übernehmen?
Die Liste der Dienste ja, die Verfügbarkeitshistorie praktisch nicht. Das ist weniger schlimm, als es klingt: Eine Zeitreihe aus einem einzelnen Blickwinkel ist mit einer aus mehreren Standorten ohnehin nicht vergleichbar. Sinnvoll ist, den alten Stand als Archiv zu sichern und die neue Reihe frisch beginnen zu lassen.
Wann sollte ich bei Uptime Kuma bleiben?
Bei internen Diensten, im Heimlabor, bei persönlichen Projekten und überall dort, wo kein externes Publikum benachrichtigt wird. In diesen Fällen löst ein bezahlter Dienst kein vorhandenes Problem, und der Betriebsaufwand ist gering. Ein zweiter Beobachter für die Instanz selbst ist trotzdem ratsam.
Was kann Uptime Kuma besser?
Vor allem zweierlei. Es ist quelloffen unter MIT-Lizenz — niemand kann Preise ändern oder das Produkt einstellen. Und es unterstützt über neunzig Benachrichtigungswege, darunter viele, die kommerzielle Anbieter nicht führen, weil sie ihre Integrationsliste kuratieren.

Bereit für den Wechsel?

Die Uptime Kuma Alternative aus Deutschland.

Keine Kreditkarte erforderlich. Alle Check-Typen inklusive.

Alle Angaben zu Uptime Kuma nach öffentlich einsehbaren Preislisten des Anbieters, Stand 25. August 2026. Preise und Leistungsumfang können sich seitdem geändert haben — maßgeblich ist die Website des Anbieters.