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Lösung

Website-Monitoring aus Deutschland

Eine Website ist nicht erst dann kaputt, wenn sie nicht mehr antwortet. LIVCK prüft von neun Standorten, was Besucher tatsächlich bekommen — und sagt hinterher, woran es lag.

Prüfintervall
ab 30 Sekunden
Free 120 s, Solo 60 s, Team und Business 30 s
Messstandorte
9 zur Auswahl
sechs davon im deutschsprachigen Raum
Bedingungen je Dienst
bis zu 50
Statuscode, Inhalt, JSON-Pfad, Header, Antwortzeit
Beleg im Fehlerfall
Antwort und Header
so gespeichert, wie die Probe sie gesehen hat

Kurz gesagt

Website-Monitoring heißt: eine Seite in festem Takt von außen aufrufen und prüfen, ob die Antwort stimmt. Wer nur auf „antwortet überhaupt“ prüft, merkt nicht, wenn die Seite mit Status 200 eine leere Fehlerseite des Reverse-Proxys ausliefert. LIVCK prüft deshalb Statuscode, Textinhalt, JSON-Felder, Antwort-Header und Antwortzeit, misst von mehreren Standorten gleichzeitig und erklärt einen Ausfall erst, wenn die Mehrheit dieser Standorte dreimal hintereinander dasselbe sieht. Aus demselben Datenstrom entsteht die öffentliche Statuspage — automatisch erkannt, aber erst veröffentlicht, wenn ein Mensch es freigibt.

Wie oft und von wo wird geprüft?

Im Takt zwischen 30 und 120 Sekunden, je nach Tarif, und aus mehreren Standorten gleichzeitig. Zur Auswahl stehen neun: Frankfurt, Köln, Nürnberg, Enge-Sande, Wien, Genf, Warschau, Helsinki und New York. Wie viele davon gleichzeitig messen, hängt vom Tarif ab — zwei im Free- und Solo-Tarif, vier im Team-, acht im Business-Tarif.

Sechs der neun Standorte liegen im deutschsprachigen Raum, und das ist der Punkt, an dem sich Werkzeuge unterscheiden. Ein amerikanischer Dienst misst eine deutsche Seite typischerweise aus Nord-Virginia und meldet dann 400 Millisekunden, von denen 380 der Weg über den Atlantik sind. Diese Zahl beschreibt nichts, was ein Besucher aus Hamburg je erlebt.

Jeder Standort behält sein eigenes Ergebnis. Die Konsole zeigt nicht einen gemittelten Zustand, sondern Zeile für Zeile, was jede Probe in diesem Durchlauf gesehen hat — inklusive Antwortzeit und Statuscode. Wenn Warschau 133 Millisekunden misst und New York 408, dann steht das genau so da, und man sieht sofort, ob ein Problem global ist oder an einem Weg hängt.

Außerdem hat jeder Standort eine Rolle. „Kennzahlen und Alarm“ heißt: Diese Probe darf sowohl alarmieren als auch die ausgewiesene Verfügbarkeit und Antwortzeit mitbestimmen. „Nur Alarm“ heißt: Sie prüft und weckt, ihre Messwerte fließen aber nicht in die Kennzahlen ein. Genau dafür ist die Rolle da — New York soll melden, wenn die Seite weltweit nicht erreichbar ist, aber die Antwortzeit, die Du einem deutschen Kunden im Bericht ausweist, nicht um die Transatlantik-Latenz verschlechtern.

Einstellungsdialog „Rolle der Standorte“ mit acht Standorten; Nürnberg, Frankfurt, Köln, Enge-Sande, Genf und Helsinki stehen auf „Kennzahlen + Alarm“, Warschau und New York auf „Nur Alarm“.
Je Standort wählbar: nur alarmieren oder auch in die Kennzahlen einfließen.
Liste „Letzte Checks“ mit acht Probes eines Durchlaufs — je Zeile Standort, Antwortzeit, Statuscode und ein farbiger Balken der Anfragephasen.
Ein Durchlauf, acht Ergebnisse: Jede Probe bleibt einzeln sichtbar.

Woran erkennt LIVCK, dass eine Website kaputt ist?

An Bedingungen, die Du formulierst. Ohne Zutun gilt genau eine: Statuscode ab 400 bedeutet Ausfall. Darüber hinaus lässt sich auf Antwortzeit, Textinhalt, JSON-Felder, Antwort-Header, gefolgte Weiterleitungen, Antwortgröße, Protokollversion und die End-URL prüfen — jede Bedingung wahlweise als „Ausfall“ oder als „Beeinträchtigt“.

Der Unterschied entscheidet in der Praxis mehr als die Prüfhäufigkeit. Eine Anwendung, deren Datenbank weg ist, liefert selten einen ehrlichen Fehler: Der Reverse-Proxy zeigt seine eigene Seite mit Status 200, das CDN liefert eine gecachte Version von vorgestern, das Framework fängt die Ausnahme ab und rendert eine leere Seite. Alle drei Fälle sind für eine Prüfung, die nur „antwortet der Server?“ fragt, grün.

Eine einzige Inhaltsbedingung schließt diese Lücke: ein Text, der nur auf der funktionierenden Seite steht — der Name des angemeldeten Nutzers, die Überschrift des Warenkorbs, ein Feld in der JSON-Antwort. Fehlt er, ist die Seite kaputt, egal welchen Statuscode sie sendet.

Zwei Schweregrade statt einem: „Ausfall“ bedeutet, der Dienst ist nicht nutzbar. „Beeinträchtigt“ bedeutet, er antwortet, aber nicht richtig — zu langsam, über zu viele Weiterleitungen, ohne den erwarteten Header. Beides löst aus, aber nicht dasselbe: Ein beeinträchtigter Dienst muss nicht um drei Uhr nachts jemanden anrufen.

Alle Bedingungsfelder eines HTTP-Checks. Quelle: die Feldliste des Produkts, nicht eine Auswahl.
Statuscodeab 400 → Ausfall (Voreinstellung)ist, ist nicht, größer, kleiner, in Liste, nicht in Liste
Antwortzeitüber 2000 ms → Beeinträchtigtgrößer, größer gleich, kleiner, kleiner gleich
Antworttextenthält „Zur Kasse“ nicht → Ausfallenthält, enthält nicht
JSON-Feldjson.data.status ist nicht „ok“ → Ausfallist, ist nicht, größer, kleiner, enthält, enthält nicht
Antwort-Headerheader.content-type enthält „text/html“ist, ist nicht, enthält, enthält nicht
Gefolgte Weiterleitungenmehr als 2 → Beeinträchtigtist, ist nicht, größer, kleiner
Antwortgrößeunter 1024 Bytes → Ausfallist, ist nicht, größer, kleiner
HTTP-Protokollist nicht „HTTP/2.0“ → Beeinträchtigtist, ist nicht, enthält, enthält nicht
End-URL nach Weiterleitungenthält „/wartung“ → Ausfallist, ist nicht, enthält, enthält nicht

Der JSON-Pfad ist ein Punktpfad in die Antwort — data.status, items.0.id, und items.# für die Länge eines Feldes. Header werden ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung verglichen. Wie viele Bedingungen ein Dienst tragen darf, hängt vom Tarif ab: 5 im Free-, 15 im Solo-, 30 im Team-, 50 im Business-Tarif.

Was, wenn der Endpunkt Anmeldung, eigene Header oder mTLS verlangt?

Dann wird er genau so konfiguriert. LIVCK schickt jede HTTP-Methode, beliebige eigene Header, einen Anfrage-Body und wahlweise Bearer-Token, Basic-Auth oder einen API-Key-Header. Für Endpunkte hinter gegenseitiger TLS-Authentifizierung lässt sich ein Client-Zertifikat hinterlegen, für interne Zertifizierungsstellen ein eigenes CA-Bündel.

Der letzte Punkt sieht unscheinbar aus und ist teuer. Ein Host mit AAAA-Eintrag, dessen IPv6-Adresse nicht antwortet, gilt bei den meisten Prüfdiensten als erreichbar — sie fallen still auf IPv4 zurück, genau wie die meisten Browser. Für den Teil der Besucher, der über einen reinen IPv6-Anschluss kommt, ist die Seite trotzdem tot, und niemand erfährt es. Mit eingeschalteter Dual-Stack-Erkennung wird daraus ein sichtbarer Zustand statt eines blinden Flecks.

Client-Zertifikate werden als PEM eingefügt oder als .p12- beziehungsweise .pfx-Datei hochgeladen, mit optionaler Passphrase. Der private Schlüssel wird verschlüsselt abgelegt und verlässt den Server nie im Klartext. Hinterlegte Zertifikate werden zusätzlich auf ihr Ablaufdatum überwacht — die Erinnerung kommt, bevor der Prüflauf wegen eines abgelaufenen Client-Zertifikats scheinbar einen Ausfall meldet.

Wer eine interne Zertifizierungsstelle betreibt, lädt deren Bündel als CA hoch. Danach vertraut die Probe diesem Aussteller, ohne dass die Zertifikatsprüfung insgesamt abgeschaltet werden muss — der Unterschied zwischen „ich vertraue dieser CA“ und „ich prüfe gar nicht mehr“.

Methode und Body
GET, POST, PUT, DELETE, PATCH, HEAD oder OPTIONS, dazu ein Anfrage-Body bis 10.000 Zeichen — genug, um eine echte Abfrage abzusetzen statt nur an die Tür zu klopfen.
Eigene Header
Beliebig viele. Die Werte werden verschlüsselt gespeichert und in der Oberfläche nie wieder im Klartext gezeigt: Feld leer lassen behält den Wert, ein neuer Wert ersetzt ihn.
Authentifizierung
Bearer-Token, Basic-Auth oder ein API-Key in einem frei gewählten Header. Auch diese Geheimnisse liegen verschlüsselt.
Weiterleitungen
Folgen oder nicht folgen. Wer nicht folgt, prüft die erste Antwort — die einzige Art, eine Weiterleitung selbst zum Prüfgegenstand zu machen.
Zertifikatsprüfung
Abschaltbar, damit auch ein Endpunkt mit selbstsigniertem Zertifikat überwacht werden kann, ohne die Prüfung dauerhaft rot zu färben.
IP-Version
auto, nur IPv4 oder nur IPv6. „auto“ meldet erreichbar, sobald eine der beiden Familien antwortet.
Kluge Dual-Stack-Erkennung
Bietet der Host beide Familien an, ist aber nur eine erreichbar, meldet LIVCK „Beeinträchtigt“ statt „erreichbar“.
HTTP-Einstellungen eines Dienstes: Methode GET, Schaltfläche für eigene Header, Authentifizierung, Anfrage-Body, IP-Version auto sowie Schalter für Weiterleitungen, Zertifikatsprüfung und kluge Dual-Stack-Erkennung.
Die vollständige Anfrage-Konfiguration eines HTTP-Checks.
Dialog „Zertifikat hinzufügen“ mit der Wahl zwischen Client-Zertifikat für mTLS und CA-Bündel sowie den Eingabearten „PEM einfügen“ und „.p12 / .pfx hochladen“.
Client-Zertifikat oder eigene CA — als PEM eingefügt oder als Datei hochgeladen.

Wie werden Fehlalarme verhindert?

In vier Stufen: Wiederholung am Standort, Bestätigung über die Zeit, Mehrheit über die Standorte — und der Grundsatz, dass nichts von selbst öffentlich wird. Erst wenn alle vier greifen, entsteht ein Vorfall, und selbst dann bleibt er zunächst intern.

Die letzte Stufe ist die, die am meisten Ärger erspart und in Produktvergleichen nie auftaucht. Ein Erkennungssystem, das automatisch veröffentlicht, macht aus jedem Fehlalarm eine öffentliche Störungsmeldung an alle Abonnenten — und die lässt sich nicht zurückholen. Bei LIVCK ist automatisches Veröffentlichen ab Werk aus.

Alle Schwellen sind Voreinstellungen, keine Naturgesetze. Sie stehen in einer Erkennungs-Richtlinie, die für einen einzelnen Dienst, für alle Dienste mit einem bestimmten Tag oder für die ganze Organisation gelten kann. Wer einen Dienst überwacht, der ohnehin nur aus einem Land erreichbar sein soll, dreht die Mehrheitsregel entsprechend — ohne für alle anderen etwas zu ändern.

Wiederholung
Schlägt eine Prüfung fehl, wird sie sofort wiederholt, bevor das Ergebnis überhaupt zählt. Voreingestellt sind zwei Versuche, einstellbar je Dienst.
Bestätigung
Drei aufeinanderfolgende fehlerhafte Ergebnisse, sonst kein Vorfall. Ein einzelner Aussetzer verpufft.
Mehrheit
Mehr als die Hälfte der messenden Standorte muss dasselbe sehen. Ein Netzknoten mit Problemen erzeugt keinen Vorfall — er erzeugt eine auffällige Zeile in der Auswertung.
Rückkehr
Für „wieder da“ reichen zwei Bestätigungen. Die Flatter-Erkennung fängt Dienste ab, die im Minutentakt zwischen erreichbar und weg springen, statt jedes Mal neu zu alarmieren.
Veröffentlichung
Ein automatisch erkannter Vorfall ist ein interner Vorgang. Ob er auf die öffentliche Statuspage geht und Abonnenten benachrichtigt werden, entscheidet ein Mensch.

Warum war die Seite langsam?

Weil LIVCK jede Anfrage in ihre Phasen zerlegt: DNS-Auflösung, Verbindungsaufbau, TLS-Handschlag, Wartezeit bis zum ersten Byte und Übertragung. Erst diese Aufteilung sagt, ob das Problem im Netz, im Zertifikat oder in der Anwendung liegt.

Ein Mittelwert von 85 Millisekunden ist keine Diagnose. Die Aufschlüsselung im Bild darunter ist eine: 45 Millisekunden entfallen auf den TLS-Handschlag, 24 auf die Wartezeit bis zum ersten Byte, 12 auf den Verbindungsaufbau, 3 auf DNS und eine einzige auf die Übertragung. Die Anwendung ist hier also nicht der Engpass — mehr als die Hälfte der Zeit vergeht, bevor sie überhaupt gefragt wird.

Verschiebt sich das Bild, verschiebt sich die Ursache. Wächst die Wartezeit, denkt der Server zu lange. Wächst der DNS-Anteil, liegt es am Resolver oder an zu kurzen TTLs. Wächst der Verbindungsaufbau, deutet das auf Paketverlust oder eine schlechtere Route. Wächst der TLS-Anteil, hat sich am Zertifikat oder an der Kette etwas geändert. Ohne diese Trennung bleibt nur die Feststellung, dass es langsamer geworden ist.

Dieselbe Zerlegung gibt es je Standort über die Zeit. Eine Linie, die sich von den anderen löst, ist ein Weg-Problem; steigen alle gemeinsam, liegt es an der Anwendung.

Balken „Timing-Aufschlüsselung“ mit den Phasen DNS 3 ms, Verbindung 12 ms, TLS 45 ms, Wartezeit 24 ms und Transfer 1 ms bei 85 ms Mittelwert aus 106.335 Messungen.
Durchschnittliche Dauer je Phase — hier dominiert der TLS-Handschlag, nicht die Anwendung.
Liniendiagramm der Antwortzeit je Messstandort über sieben Tage; eine Linie liegt dauerhaft bei rund 400 ms, alle anderen unter 150 ms.
Antwortzeit je Standort. Die obere Linie ist New York — eine Distanz, kein Defekt.

Was steht nach zwei Wochen in der Auswertung?

Verfügbarkeit, Antwortzeit im Mittel sowie als 95. und 99. Perzentil, das Verhältnis von Ausreißer zu Mittel, dazu die Prozesskennzahlen MTTR, MTTA und MTBF, der längste zusammenhängende Ausfall, die Verfügbarkeit je Standort und die Verteilung der Fehlerursachen.

Mittel, P95 und P99
Der Mittelwert verschweigt Ausreißer. Erst das 95. und 99. Perzentil zeigen, was das langsamste Zwanzigstel und das langsamste Hundertstel der Anfragen erlebt hat.
Tail (P99 geteilt durch Mittel)
Ein Wert von 1,7 heißt: Die langsamsten Anfragen dauern knapp doppelt so lang wie der Durchschnitt. Steigt er, ohne dass der Mittelwert steigt, ist die Anwendung ungleichmäßig geworden — der klassische Vorbote.
MTTR, MTTA, MTBF
Mittlere Zeit bis zur Behebung, bis zur Bestätigung durch einen Menschen und zwischen zwei Vorfällen. Die drei Zahlen, nach denen in einem Review gefragt wird.
Verfügbarkeit je Standort
Eine ganze Spalte rot bedeutet globaler Ausfall. Eine einzelne Zeile rot bedeutet: nur dieser Standort — und dann liegt es meist am Weg dorthin, nicht an Deiner Seite.
Fehlerursachen und Statuscodes
Warum Prüfungen fehlgeschlagen sind, nach Ursache gruppiert, dazu die Verteilung aller Antwort-Statuscodes im Zeitraum.
Kennzahlenleiste: Uptime 100,00 Prozent, mittlere Antwortzeit 84 ms, P95 123 ms, P99 145 ms, Tail 1,7-fach, 3 Vorfälle; darunter MTTR 3 Minuten, MTBF 2 Tage 8 Stunden, längster Ausfall 4 Minuten.
Verfügbarkeit, Latenzverteilung und Prozesskennzahlen im selben Blick.
Balkenmatrix „Verfügbarkeit nach Standort“ mit acht Zeilen; Helsinki zeigt 99,82 Prozent und einen orangen Streifen, die übrigen Standorte liegen bei 99,9 bis 100 Prozent.
Ganze Spalte rot heißt globaler Ausfall, einzelne Zeile rot heißt Wegproblem.
Zwei Auswertungen nebeneinander: Fehlerursachen mit „Check failed“ 23-mal, „Request timed out“ zweimal, „Connection timed out“ einmal, sowie ein Ringdiagramm der HTTP-Statuscodes mit 146.659 Antworten.
Fehlerursachen und Statuscode-Verteilung — die Grundlage jeder Nachbetrachtung.

Wie weit die Auswertung zurückreicht, hängt vom Tarif ab: 30 Tage im Free-, 90 im Solo-, 180 im Team- und 365 im Business-Tarif.

Was liegt vor, wenn es kaputt war?

Die Antwort selbst. Schlägt eine Prüfung fehl, speichert LIVCK den Antworttext und die Antwort-Header genau so, wie die Probe sie in diesem Moment gesehen hat — mitsamt Standort, Uhrzeit und dem Zustandswechsel, der dazu gehört.

Das ist der Unterschied zwischen „die Seite war um 3:12 Uhr weg“ und „die Seite lieferte um 3:12 Uhr aus Warschau eine 502-Seite des Reverse-Proxys aus, mit einem Header, der auf den falschen Backend-Pool zeigt“. Ohne diesen Beleg beginnt die Fehlersuche am nächsten Morgen mit dem Versuch, den Zustand nachzustellen. Der ist vorbei, und meistens bleibt es bei einer Vermutung.

Aufbewahrt werden diese Belege sieben Tage im Solo-, dreißig im Team- und neunzig Tage im Business-Tarif. Der Free-Tarif speichert keine.

Wer wird geweckt, und wann?

Das entscheidet eine Eskalations-Richtlinie: Stufen mit Zeitabstand, je Stufe ein Ziel, und eine Bestätigung, die die Kette anhält. Reagiert niemand, läuft sie weiter zur nächsten Stufe — bis jemand bestätigt.

Als Ziel kann eine Person stehen, ein Team, eine Rufbereitschaft mit Rotation oder ein Chat-Kanal. Die Rufbereitschaft löst dabei erst im Moment des Alarms auf, wer gerade Dienst hat — eine Vertretung, die eine Stunde vorher eingetragen wurde, gilt.

Über welchen Weg jemand erreicht wird, entscheidet die Person selbst: E-Mail, SMS, Sprachanruf, WhatsApp. Organisationsweite Kanäle gibt es für Slack, Microsoft Teams, Telegram, Discord und beliebige Webhooks.

Und nicht jeder Dienst verdient denselben Lärm. Die Dringlichkeit steht je Dienst auf „immer hoch“, „immer niedrig“ oder „nach Zeitplan“. Ein Testsystem, dessen Ausfall nachts niemanden interessiert, bekommt eine Mail statt eines Anrufs — ohne dass man dafür die Überwachung abschalten müsste.

Reiter „Alerting“ eines Dienstes mit Eskalations-Richtlinie, Incident-Erkennungs-Richtlinie und der Auswahl der Benachrichtigungs-Dringlichkeit zwischen „Immer hoch“, „Immer niedrig“ und „Nach Zeitplan“.
Erkennung, Eskalation und Dringlichkeit sind je Dienst einstellbar — oder erben von der Organisation.

Und wie wird daraus eine Statuspage?

Aus denselben Daten. Ein überwachter Dienst kann als Komponente auf einer öffentlichen Statuspage stehen; erkannte Vorfälle, geplante Wartungen und die Verläufe von Verfügbarkeit und Antwortzeit erscheinen dort, sobald sie freigegeben sind.

Das ist der Grund, warum Überwachung und Statuspage bei LIVCK ein Werkzeug sind und nicht zwei. Wer sie trennt, pflegt im Ernstfall zweimal denselben Sachverhalt — einmal im Überwachungssystem, einmal von Hand auf der Statusseite, unter Zeitdruck und meist unvollständig.

Eine eigene Domain ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen. Abonnenten können einzelne Komponenten abonnieren statt der ganzen Seite, und sie werden erst benachrichtigt, wenn ein Vorfall veröffentlicht ist.

Öffentliche Statuspage von LIVCK mit Gesamtzustand, Komponentenliste und Verlauf der vergangenen Tage.
Dieselben Dienste, öffentlich: Der Zustand wird nicht zweimal gepflegt.

Wofür LIVCK nicht das richtige Werkzeug ist

LIVCK ruft HTTP-Endpunkte auf und wertet deren Antwort aus. Das ist präzise, aber es ist nicht alles, was man mit einer Website messen kann. Für diese vier Aufgaben ist ein anderes Werkzeug richtig:

Klickstrecken im echten Browser

Es wird kein JavaScript ausgeführt und kein Bestellvorgang durchgeklickt. Wer einen mehrstufigen Checkout als Ganzes prüfen will, braucht synthetische Browser-Transaktionen.

Ladezeit echter Besucher

Gemessen wird von unseren Standorten, nicht im Browser Deiner Besucher. Core Web Vitals aus echtem Verkehr — also Real User Monitoring — liefert LIVCK nicht.

Seitenqualität und SEO

Kein Lighthouse-Wert, keine Suche nach defekten Links, kein Durchlauf der ganzen Domain. Geprüft wird, was Du als Prüfgegenstand benennst.

Bildschirmfotos des Fehlers

Festgehalten wird die HTTP-Antwort mit Text und Headern, nicht ein Abbild der gerenderten Seite.

Diese vier Punkte stehen hier, weil sie sonst eine Testphase kosten. Ein Werkzeug, das angeblich alles kann, verschiebt die Enttäuschung nur nach hinten.

So richtest Du es ein

Vom leeren Konto bis zur ersten belastbaren Prüfung sind es fünf Schritte.

  1. Dienst anlegen

    Typ HTTP/HTTPS wählen, Ziel-URL eintragen, Intervall und Zeitüberschreitung bestätigen. Für den ersten Lauf genügt die Voreinstellung: Statuscode ab 400 ist ein Ausfall.

  2. Bedingungen schärfen

    Eine Bedingung auf einen Text, der nur auf der funktionierenden Seite steht, oder auf ein Feld der JSON-Antwort. Das ist der Schritt, der die 200-mit-Fehlerseite abfängt.

  3. Standorte und Rollen festlegen

    Welche Standorte messen, und welche davon in die Kennzahlen einfließen sollen. Ferne Standorte als „nur Alarm“ halten die ausgewiesene Antwortzeit ehrlich.

  4. Alarmweg zuweisen

    Eine Eskalations-Richtlinie wählen oder die der Organisation gelten lassen, dann die Dringlichkeit setzen. Ohne diesen Schritt wird erkannt, aber niemand geweckt.

  5. Auf die Statuspage nehmen

    Den Dienst als Komponente einer Statuspage zuordnen. Ab dann entsteht die öffentliche Darstellung aus derselben Messung — veröffentlicht wird trotzdem erst auf Freigabe.

Welche Tarifgrenzen hier zählen

Für Website-Monitoring zählen fünf Grenzen. Alles andere am Tarif betrifft diese Aufgabe nicht.

GrenzeFree kostenlosSolo 19 € / MonatTeam 49 € / MonatBusiness 119 € / Monat
Kürzestes Prüfintervall Bestimmt, wie schnell ein Ausfall überhaupt auffallen kann.120 s60 s30 s30 s
Standorte gleichzeitig Aus neun wählbar. Mehr Standorte heißt zuverlässigere Mehrheit.2248
Bedingungen je Dienst Statuscode, Inhalt, JSON, Header, Antwortzeit — je Bedingung eine Zeile.5153050
Aufbewahrung der Messwerte Wie weit Auswertungen und Verläufe zurückreichen.30 Tage90 Tage180 Tage365 Tage
Aufbewahrung der Belege Antworttext und Header aus dem Moment des Fehlers.7 Tage30 Tage90 Tage

Preise netto zzgl. 19 % Umsatzsteuer. LIVCK ist ein Angebot für Unternehmen.

Alle Tarife im Detail

Häufige Fragen

Was kostet Website-Monitoring bei LIVCK?
Der Free-Tarif überwacht 20 Dienste im 120-Sekunden-Takt aus zwei Standorten und kostet dauerhaft nichts, ohne Kreditkarte. Darüber liegen Solo mit 19 Euro, Team mit 49 Euro und Business mit 119 Euro netto im Monat; sie unterscheiden sich vor allem in Intervall, Anzahl der Standorte, Bedingungen je Dienst und Aufbewahrungsdauer.
Wie schnell erfahre ich von einem Ausfall?
Ein Vorfall entsteht nach drei bestätigten Fehlschlägen. Im 30-Sekunden-Takt sind das rund anderthalb Minuten, im 120-Sekunden-Takt rund sechs. Diese Verzögerung ist Absicht: Sie ist der Preis dafür, dass ein einzelner Aussetzer niemanden weckt. Wer sie kürzer haben will, senkt die Zahl der nötigen Bestätigungen in der Erkennungs-Richtlinie.
Erkennt LIVCK auch, wenn die Seite mit Status 200 kaputt ist?
Ja, wenn eine Bedingung darauf zeigt. Statuscodes allein reichen dafür nicht, weil Fehlerseiten von Reverse-Proxys, CDNs und Frameworks häufig mit 200 antworten. Eine Bedingung auf einen Text der funktionierenden Seite, auf ein JSON-Feld oder auf die Antwortgröße schließt diese Lücke.
Kann LIVCK Seiten hinter Basic-Auth, Token oder mTLS prüfen?
Ja. Bearer-Token, Basic-Auth und API-Key-Header sind vorgesehen und werden verschlüsselt gespeichert. Für gegenseitige TLS-Authentifizierung lässt sich ein Client-Zertifikat als PEM oder als .p12- beziehungsweise .pfx-Datei hinterlegen, für interne Zertifizierungsstellen ein eigenes CA-Bündel.
Prüft LIVCK auch über IPv6?
Ja. Die IP-Version steht auf auto, ipv4 oder ipv6. Zusätzlich gibt es die kluge Dual-Stack-Erkennung: Bietet der Host beide Familien an, ist aber nur eine erreichbar, wird das als „beeinträchtigt“ gemeldet statt still auf die funktionierende Familie auszuweichen.
Wird ein erkannter Ausfall automatisch auf meiner Statuspage veröffentlicht?
Nein. Automatisches Veröffentlichen ist ab Werk aus. Ein erkannter Vorfall ist zunächst ein interner Vorgang; erst mit der Freigabe erscheint er öffentlich, und erst dann werden Abonnenten benachrichtigt. Wer es anders will, schaltet es je Erkennungs-Richtlinie ein.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Die Anwendung läuft auf Servern in Deutschland, die Messdaten bleiben in der EU. Auftragsverarbeitungsvertrag und Verzeichnis der Unterauftragsverarbeiter liegen offen.
Kann ich Website-Monitoring auch selbst hosten?
Ja, als Self-Hosted-Fassung über Docker Compose, mit eigener Lizenz und ohne Nutzungsgebühr je Dienst. Der Unterschied liegt im Messnetz: Gemessen wird dann von der eigenen Infrastruktur aus, nicht von den neun verteilten Standorten der Cloud.

Die erste Prüfung läuft in zwei Minuten

Free-Tarif, 20 Dienste, keine Kreditkarte. Wenn es nicht passt, hast Du nichts gekündigt.

Alle Angaben auf dieser Seite entsprechen dem Funktionsumfang von LIVCK Cloud, Stand 26. August 2026. Tarifgrenzen können sich ändern — maßgeblich ist die Preisseite.