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LIVCK vs Atlassian Statuspage

Atlassian Statuspage Alternative aus Deutschland

LIVCK vs Atlassian Statuspage — Überwachung, Alarmierung und Statuspage in einem Werkzeug. Als Cloud oder auf eigener Infrastruktur.

Australien / USA Statuspage ohne Überwachung

Atlassian Statuspage ist der Bezugspunkt der Kategorie. GitHub Dropbox DigitalOcean Zoom betreiben ihre Statusseiten darauf, und das Layout — grüne Zeile je Komponente, Chronik darunter — ist so verbreitet, dass Besucher es ohne Erklärung lesen. Diese Vertrautheit ist ein echter Vorteil und der Grund, warum die Frage nach einer Alternative selten mit dem Produkt selbst zu tun hat. Sie hat mit zwei Strukturentscheidungen zu tun: Überwachung ist nicht enthalten, und der Preis wächst mit der Reichweite.

Keine Kreditkarte erforderlich. Free-Tarif dauerhaft kostenlos.

Kurzfazit

Atlassian Statuspage ist eine Veröffentlichungsfläche mit Verteiler, kein Überwachungswerkzeug. Es zeigt den Zustand, den ein Mensch oder ein anderes System ihm meldet — Prüfungen führt es selbst keine durch. Der Preis richtet sich nach der Zahl der Abonnenten, nicht nach der überwachten Infrastruktur: 100 Abonnenten kostenlos, 250 für 29 $, 1.000 für 99 $, 5.000 für 399 $ im Monat. Private Seiten sind ein eigenes Produkt ab 79 $. Wer bereits Jira Service Management und Opsgenie einsetzt, bekommt dafür eine Verzahnung, die kein anderer Anbieter erreicht. Wer das nicht tut, bezahlt einen Aufpreis für ein Ökosystem, das er nicht nutzt — und braucht daneben ohnehin ein zweites Werkzeug, das überhaupt erst merkt, dass etwas ausgefallen ist.

Feature-Vergleich

LIVCK vs Atlassian Statuspage

Feature LIVCKAtlassian Statuspage
ÜberwachungHTTP, TCP, ICMP, DNS, SSL, Heartbeat, manuellNicht im Produkt enthalten
Prüfstandorte9 Standorte in 6 Ländern, 2 bis 8 je TarifEntfällt — keine eigenen Prüfungen
Statuspage mit Komponenten und AbonnentenJaJa
Vorgefertigte Fremddienst-KomponentenNeinÜber 150
Eigenes CSS, HTML und JavaScriptAb Team (49 €), CSS und HTML gemeinsamCSS ab 99 $, HTML/JS ab 399 $ im Monat
Private SeitenIm Tarif enthaltenEigene Produktlinie ab 79 $ im Monat
Betrieb auf eigener InfrastrukturAls eigene Statuspage-Software, ohne die verteilten PrüfstandorteNein
VerarbeitungsortDeutschlandUSA, gestützt auf den Angemessenheitsbeschluss
Bereitschaft und EskalationRufbereitschaft, Eskalationsstufen, SMS und WhatsAppÜber Opsgenie, separates Produkt

Was kostet Atlassian Statuspage im Vergleich?

Beide Anbieter deckeln die Zahl der Abonnenten. Ein Preisvergleich ergibt deshalb nur bei gleicher Reichweite Sinn — nicht bei gleichem Tarifnamen. LIVCK-Preise sind netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, Atlassian-Preise in US-Dollar wie ausgewiesen.

Was kostet Atlassian Statuspage im Vergleich?
Verglichen wird LIVCK Atlassian Statuspage
Bis 100 Abonnenten, eine öffentliche Seite0 € (Free, bis 250 Abonnenten)0 $ (Free)
Bis 250 Abonnenten, eigene Domain0 € (Free)29 $ (Hobby)
Bis 1.000 Abonnenten49 € (Team)99 $ (Startup)
Bis 2.500 Abonnenten119 € (Business)399 $ (Business, bis 5.000)
Private Seite, 50 authentifizierte AbonnentenIm Tarif enthalten79 $ zusätzlich (eigene Produktlinie)
Eigenes CSSAb Team (49 €)ab 99 $ (Startup)
Eigenes HTML und JavaScriptAb Team (49 €), zusammen mit CSSab 399 $ (Business)
Überwachung der eigenen DiensteEnthalten, 20 bis 400 Dienste je TarifNicht im Produkt enthalten

Was kostet Ihre Reichweite?

Beide Anbieter staffeln nach Abonnenten. Der Regler zeigt, was dieselbe Reichweite jeweils kostet — und ab wo LIVCK sie nicht mehr abdeckt.

LIVCK

49 € / Monat

≈ 4,9 ct je inbegriffenem Abonnenten

Team — enthält außerdem 150 Dienste und 4 Prüfstandorte

Atlassian Statuspage

$99 / Monat

≈ 9,9 ¢ je inbegriffenem Abonnenten

Startup — bis 1.000 Abonnenten

LIVCK-Preise netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, Atlassian Statuspage-Preise in US-Dollar wie vom Anbieter ausgewiesen. Bewusst ohne Währungsumrechnung — ein umgerechneter Betrag wäre morgen falsch.

Was kostet Reichweite — bei Atlassian und bei LIVCK?

Beide Anbieter deckeln die Zahl der Abonnenten, und das gehört an den Anfang und nicht ins Kleingedruckte. Atlassian staffelt 100 / 250 / 1.000 / 5.000 / 25.000, LIVCK staffelt 250 / 500 / 1.000 / 2.500. Der Unterschied liegt also nicht darin, ob gedeckelt wird, sondern darin, was eine Stufe kostet und was sie sonst noch enthält. Die reguläre Staffel von LIVCK endet bei 2.500; in 500er-Paketen zu 3 ct je Abonnent trägt der Business-Tarif bis 5.000 — genau Atlassians Business-Stufe. Darüber hat LIVCK keinen Listenpreis mehr, Atlassian geht bis 25.000.

Dass beide deckeln, hat denselben Grund. Die tatsächlichen Kosten einer Statuspage entstehen nicht im Ruhezustand, sondern im Störungsfall, und zwar beim Versand. Ein Ausfall, der 20.000 Abonnenten betrifft, erzeugt in wenigen Minuten 20.000 E-Mails, dazu SMS und Webhook-Aufrufe — genau dann, wenn die Zustellrate zählt und niemand eine Warteschlange sehen will. Wer behauptet, Reichweite koste nichts, hat noch keine verschickt.

Interessant wird es beim Preis je Stufe. Für 1.000 Abonnenten verlangt Atlassian den Startup-Tarif zu 99 $, LIVCK den Team-Tarif zu 49 €. Für 2.500 ist bei Atlassian der Business-Tarif fällig — 399 $, weil die nächste Stufe erst bei 5.000 endet — gegenüber 119 € im Business-Tarif von LIVCK. Ein Vergleich in unterschiedlichen Währungen bleibt ein Vergleich mit Vorbehalt, aber die Größenordnung verschiebt sich nicht durch den Wechselkurs.

Wer die Staffeln durch ihr jeweiliges Kontingent teilt, bekommt eine grobe, aber aufschlussreiche Kennzahl: den Preis je inbegriffenem Abonnenten. Bei LIVCK liegt er über alle Stufen hinweg fast flach bei rund 4,8 Cent. Bei Atlassian beginnt er bei 11,6 Cent im Hobby-Tarif und sinkt erst im Enterprise-Tarif mit 25.000 Abonnenten auf 6,0 Cent. Die Rechnung ist in beide Richtungen grob: Bei LIVCK steckt im selben Tarif auch die Überwachung, bei Atlassian nicht. Sie zeigt aber die Form der beiden Modelle — das eine belohnt Größe, das andere ist von Anfang an gleich kalkuliert.

Der zweite Unterschied ist, was eine Stufe sonst noch enthält. Bei Atlassian kauft der Tarifwechsel im Wesentlichen Abonnenten und, an zwei Punkten, Gestaltungsfreiheit; Überwachung ist in keiner Stufe enthalten. Bei LIVCK bringt dieselbe Stufe zusätzlich 150 statt 50 überwachte Dienste, vier statt zwei Prüfstandorte, Bereitschaftspläne und Sitze für das Team. Wer nur Reichweite braucht, zahlt dafür mit; wer beides braucht, zahlt einmal statt zweimal.

Und der Punkt, an dem dieser Vergleich zu unseren Ungunsten ausgeht: Oberhalb von 5.000 Abonnenten endet die Staffel von LIVCK. Das ist die Grenze inklusive zugebuchter Pakete. Atlassian bedient diesen Bereich bis 25.000, mit belegter Betriebserfahrung. Ein Anbieter mit einer sechsstelligen Kundenzahl, der alle erreichen will, ist bei uns an der falschen Adresse — keine Bescheidenheit, sondern die Produktgrenze.

Zur Vollständigkeit gehört auch, was am Deckel passiert. Bei LIVCK werden Abonnenten nach Anmeldedatum bedient, älteste zuerst; wer über der Grenze liegt, erhält die Benachrichtigung nicht. Das geschieht nicht still — jeder übersprungene Empfänger steht mit dem Grund im Zustellprotokoll, und der Versand weist die Zahl aus. Wer nah an seiner Grenze arbeitet, sollte trotzdem wissen, dass die zuletzt gewonnenen Abonnenten die ersten sind, die nichts hören.

Warum enthält Atlassian Statuspage keine Überwachung?

Weil das Produkt nie als Überwachungswerkzeug gedacht war. Atlassian hat Statuspage 2016 zugekauft und als reines Kommunikationswerkzeug weitergeführt: Es stellt dar, was ihm gemeldet wird — von einem Menschen über die Oberfläche oder von einem anderen System über die REST-API. Wer wissen will, ob ein Dienst erreichbar ist, braucht daneben ein zweites Werkzeug.

Diese Trennung hat gute Gründe, und sie pauschal als Lücke zu bezeichnen, wäre zu einfach. Wer eine Störung erkennt, ist nicht zwangsläufig derjenige, der sie kommuniziert. Viele Vorfälle bemerkt zuerst der Support, weil Kunden schreiben, nicht die Technik, weil ein Schwellwert reißt. Und eine Statuspage, die architektonisch nichts mit der überwachten Umgebung zu tun hat, bleibt bedienbar, wenn diese Umgebung brennt. Das ist keine Nebensache: Eine Statuspage, die im selben Rechenzentrum liegt wie das, worüber sie berichtet, ist im entscheidenden Moment mit ausgefallen.

Bezahlt wird diese Trennung an anderer Stelle. Zwei Verträge, zwei Rechnungen, zwei Berechtigungskonzepte — und dazwischen eine Naht, die jemand bauen und pflegen muss. Die REST-API von Statuspage kennt Komponenten und deren Zustand. Ein Überwachungswerkzeug kennt Prüfergebnisse. Die Übersetzung zwischen beidem, einschließlich der Frage, wie viele fehlgeschlagene Prüfungen aus wie vielen Standorten einen öffentlichen Zustandswechsel rechtfertigen, schreibt der Betreiber selbst.

Genau diese Naht ist die Stelle, an der Kommunikation im Ernstfall ausbleibt. Sie wird selten getestet, weil sich Ausfälle schlecht planen lassen, und sie fällt nicht auf, solange nichts passiert. Der abgelaufene API-Schlüssel, die umbenannte Komponente, der Automatisierungslauf, den vor zwei Jahren ein inzwischen ausgeschiedener Kollege gebaut hat — all das bleibt genau so lange unbemerkt, bis es gebraucht wird.

Für welche Bauform man sich entscheidet, hängt weniger vom Produkt ab als von der Organisation. Teams mit eigenem Bereitschaftsprozess und einem Werkzeug, das sie ohnehin betreiben, gewinnen durch die Trennung Flexibilität. Teams, bei denen Überwachung und Kommunikation dieselben zwei Personen erledigen, gewinnen dadurch vor allem eine weitere Sache, die kaputtgehen kann.

Was müssen Betreiber in der EU bei einem US-Anbieter prüfen?

Dass eine Statuspage personenbezogene Daten verarbeitet — und zwar mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Die Abonnentenliste besteht aus E-Mail-Adressen und Telefonnummern, bei privaten Seiten aus identifizierbaren Kundenkonten, und die Zugriffsprotokolle enthalten IP-Adressen. Damit greifen Art. 28 DSGVO für die Auftragsverarbeitung und, sobald Daten in die USA fließen, Art. 44 ff.

Seit dem Angemessenheitsbeschluss vom 10. Juli 2023 trägt das EU-U.S. Data Privacy Framework solche Übermittlungen, sofern der Anbieter zertifiziert ist. Das ist eine belastbare Rechtsgrundlage — es ist aber auch die dritte ihrer Art, nachdem der Europäische Gerichtshof Safe Harbor 2015 und das Privacy Shield 2020 gekippt hat. Wer eine Statuspage für die nächsten fünf Jahre auswählt, sollte wissen, dass diese Grundlage schon zweimal innerhalb von fünf Jahren weggefallen ist, und dass ein Wechsel des Anbieters die Abonnentenliste betrifft.

Praktisch ist die Prüfliste kurz und gilt unabhängig vom Anbieter: ein abgeschlossener Auftragsverarbeitungsvertrag, eine aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter samt Verfahren für deren Wechsel, dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen, ein Löschkonzept für abgemeldete Abonnenten und ein Eintrag im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Wer im öffentlichen Sektor ausschreibt oder nach ISO 27001 zertifiziert ist, wird zusätzlich nach dem Verarbeitungsort gefragt — und „USA mit Angemessenheitsbeschluss“ ist in solchen Verfahren eine Antwort, die Rückfragen erzeugt, auch wenn sie zulässig ist.

Es gibt einen zweiten, weniger juristischen Aspekt. Die Statuspage ist die Fläche, die erreichbar bleiben muss, wenn die eigene Umgebung nicht erreichbar ist. Wo sie liegt, ist damit auch eine Verfügbarkeitsfrage. Für Anbieter, deren Kunden ausschließlich in der EU sitzen, ist ein Betrieb außerhalb der EU nicht falsch — aber er ist eine Entscheidung, die begründet werden sollte, und nicht eine, die man durch die Wahl des bekanntesten Werkzeugs nebenbei trifft.

Wie viel Gestaltungsfreiheit braucht eine Statuspage wirklich?

Weniger, als der Preisunterschied nahelegt, aber mehr als Logo und Akzentfarbe. Bei Atlassian trennt genau diese Frage 29 $ von 399 $: Eigenes CSS gibt es ab dem Startup-Tarif für 99 $, eigenes HTML und JavaScript ab dem Business-Tarif für 399 $ im Monat. Für die meisten Betreiber liegt der tatsächliche Bedarf dazwischen.

Was fast jeder braucht, ist die eigene Domain, das eigene Logo, die eigene Hausschrift und ein Rücklink in die Hauptnavigation. Eine Statuspage unter einer fremden Subdomain, die aussieht wie die Statuspage aller anderen, erfüllt ihren Zweck im Störungsfall trotzdem — aber sie wird in ruhigen Zeiten nicht als Teil des eigenen Auftritts wahrgenommen, und genau in ruhigen Zeiten entstehen die Abonnements.

Eigenes CSS wird meist dort gebraucht, wo Barrierefreiheit oder ein Gestaltungshandbuch konkrete Vorgaben macht: definierte Kontrastwerte, festgelegte Zustandsfarben, eine bestimmte Schriftgröße. Das sind Anforderungen, die in regulierten Branchen und im öffentlichen Sektor schriftlich vorliegen und nicht verhandelbar sind — und sie ausgerechnet an einen Tarifsprung zu koppeln, trifft die Organisationen, die am wenigsten Spielraum haben.

Eigenes JavaScript ist der Punkt, an dem sich ein Gegenargument lohnt. Die Statuspage ist die Seite, die funktionieren muss, wenn sonst nichts funktioniert. Jedes zusätzliche Skript, jedes eingebettete Widget, jeder externe Schriftartenaufruf ist eine weitere Abhängigkeit, die genau dann versagen kann, wenn es zählt. Wer die Möglichkeit hat, eigenes JavaScript einzubinden, sollte sie sparsam nutzen — der ehrlichste Grund, sie überhaupt zu haben, ist ein Zustimmungsbanner oder eine Sprachumschaltung, nicht Analytik.

Warum entstehen europäische Alternativen zu Statuspage?

Weil die Kategorie von einem US-Produkt für einen US-Markt definiert wurde und sich seitdem drei Dinge geändert haben: Beschaffungsstellen in der EU fragen inzwischen nach dem Verarbeitungsort, Erkennung und Kommunikation wachsen wieder zusammen, und Preismodelle, die an die Reichweite gekoppelt sind, passen schlecht zu Anbietern, deren Kundenzahl schneller wächst als ihre Infrastruktur.

Der erste Punkt ist der greifbarste, weil er in Formularen steht. Wer im öffentlichen Sektor anbietet, nach ISO 27001 zertifiziert ist oder als Vorleister in einer Lieferkette geprüft wird, muss den Verarbeitungsort benennen. „USA, gestützt auf den Angemessenheitsbeschluss“ ist eine zulässige Antwort — sie erzeugt aber Rückfragen, und Rückfragen kosten Zeit, die niemand für seine Statusseite einplanen wollte.

Der zweite Punkt ist der interessantere. Als Statuspage entstand, war die Trennung von Erkennung und Kommunikation vernünftig: Überwachung lief im eigenen Rechenzentrum, die Statusseite sollte gerade nicht dort liegen. Beides gehörte unterschiedlichen Teams. Diese Trennung wird heute wieder aufgehoben, weil beide Seiten ohnehin gehostet sind und die Naht dazwischen die Stelle ist, an der Kommunikation im Ernstfall ausbleibt.

Dass Bewegung im Markt ist, lässt sich nachsehen statt behaupten: Die Statusseite von Notion lief lange auf Statuspage und läuft heute auf incident.io. Gleichzeitig betreiben GitHub, Dropbox, DigitalOcean, Reddit und Zoom ihre Seiten unverändert dort, während Atlassian selbst, Cloudflare und Discord eigene Wege gehen. Der Bezugspunkt der Kategorie ist also weiterhin der Bezugspunkt — er ist nur nicht mehr die einzige Antwort.

Für die eigene Auswahl folgt daraus wenig Dramatisches und eine nützliche Frage: Ist die Statusseite ein Anhängsel der Überwachung, ein eigenständiges Kommunikationswerkzeug, oder beides? Wer sie als Anhängsel betreibt, ist mit dem Marktführer gut bedient. Wer sie als Kommunikationsfläche mit eigenem Freigabeprozess führt und daneben ohnehin Erkennung braucht, zahlt bei getrennten Werkzeugen zweimal — einmal in Geld und einmal in der Naht dazwischen.

Was Atlassian Statuspage besser kann

Ein Vergleich, in dem der andere nie gewinnt, ist keiner. Diese Punkte sprechen sachlich gegen einen Wechsel.

Integrationsbreite

Über 150 vorgefertigte Komponenten für fremde Dienste — Stripe, Shopify, Mailgun, PagerDuty. Wer den Zustand von Vorleistungen auf der eigenen Seite spiegeln will, bekommt das ohne eine Zeile Code. Das erreicht derzeit kein anderer Anbieter.

Verzahnung mit Jira und Opsgenie

Ein Vorfall in Jira Service Management wird zum Eintrag auf der Statuspage, ohne dass jemand eine Naht baut. Für Organisationen, die ohnehin im Atlassian-Ökosystem arbeiten, ist das der stärkste Grund für das Produkt — und einer, den ein externer Anbieter strukturell nicht einholen kann.

Ein Format, das Besucher kennen

Das Layout ist durch GitHub, Dropbox und Reddit so verbreitet, dass Besucher es ohne Erklärung lesen. Im Störungsfall zählt jede Sekunde bis zum Verständnis — Vertrautheit ist hier ein messbarer Vorteil, kein Geschmacksurteil.

Erprobte Größenordnung

Der Enterprise-Tarif deckt 25.000 Abonnenten ab, und das Produkt trägt seit Jahren Ausfälle von Diensten mit Millionenreichweite. Wer eine Benachrichtigungsspitze in dieser Größenordnung erwartet, kauft belegte Erfahrung mit.

Für wen lohnt sich ein Wechsel — und für wen nicht?

Vier typische Ausgangslagen und die jeweils naheliegende Entscheidung.

Teams, die Jira Service Management und Opsgenie produktiv nutzen Bei Atlassian Statuspage bleiben
Der Vorfall entsteht ohnehin in Jira. Ihn von dort auf die Statuspage zu bringen, kostet bei Atlassian eine Einstellung und bei jedem anderen Anbieter eine Integration, die jemand betreiben muss. Ein Wechsel lohnt sich hier nur, wenn die Abonnentenkosten den Vorteil auffressen.
Ein Produkt, unter 250 Abonnenten, Überwachung noch nicht vorhanden Wechsel lohnt sich
Hier zahlt Atlassian sich nicht aus, weil zum Statuspage-Tarif noch ein zweites Werkzeug für die Prüfungen kommt. Ein Dienst, der beides abdeckt, spart in dieser Größenordnung nicht nur Geld, sondern vor allem die Naht dazwischen.
Betreiber mit Auftragsverarbeitung nach deutschem Standard, öffentlicher Sektor, regulierte Branchen Wechsel lohnt sich
Nicht wegen der Rechtmäßigkeit, die über den Angemessenheitsbeschluss gegeben ist, sondern wegen des Aufwands im Verfahren. Ein Verarbeitungsort in Deutschland beantwortet die Frage nach Drittlandtransfer, bevor sie gestellt wird.
Konzern mit eigenem Kommunikationsteam und fünfstelliger Abonnentenzahl Beides tragfähig
In dieser Größenordnung entscheidet nicht der Listenpreis, sondern die Anbindung an vorhandene Prozesse und die Frage, wer im Ernstfall schreibt. Beide Wege tragen; der Vergleich sollte anhand des tatsächlichen Vorfallablaufs geführt werden, nicht anhand einer Funktionsliste.

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Gründe für den Wechsel

01

Überwachung und Statuspage in einem Vertrag

Prüfungen aus neun Standorten, Vorfallerkennung und die öffentliche Seite hängen an derselben Datenquelle. Die Naht zwischen zwei Werkzeugen entfällt — und damit die Stelle, die im Ernstfall am häufigsten versagt.

02

Gestaltungsfreiheit in einer Stufe statt in dreien

Die eigene Domain gehört zu jedem Tarif. Volle Gestaltungskontrolle — CSS und HTML gemeinsam — beginnt bei Team für 49 €. Atlassian teilt dieselbe Sache auf zwei Sprünge auf: CSS ab 99 $, HTML und JavaScript erst ab 399 $.

03

Verarbeitung in Deutschland

Betrieb in deutschen Rechenzentren mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Kein Drittlandtransfer, der in Ausschreibungen erklärt werden muss.

04

Wahlweise auf eigener Infrastruktur

Dieselbe Anwendung lässt sich per Docker selbst betreiben. Wer die Abonnentenliste im eigenen Haus halten muss, kann das — ohne das Produkt zu wechseln.

05

Abonnenten sind kein Tarifhebel

Das Kontingent wächst mit dem Tarif, aber es ist nicht der einzige Grund, ihn zu wechseln. Wer seine Reichweite ausbaut, wird dafür nicht als Erstes zur Kasse gebeten.

Wie der Wechsel von Atlassian Statuspage abläuft

Ein Wechsel der Statuspage ist überschaubar, mit einer Ausnahme: der Abonnentenliste. Alles andere lässt sich parallel aufbauen und an einem ruhigen Tag umschalten.

  1. Komponenten übernehmen

    Die Komponentenstruktur der bestehenden Seite ist die Vorlage. Sie sollte beim Wechsel nicht umgebaut werden — Besucher haben sie sich gemerkt, und eine neue Gliederung am Umstellungstag erzeugt Rückfragen, die vermeidbar sind.

  2. Prüfungen anlegen

    Dieser Schritt hat in der bisherigen Aufstellung keine Entsprechung, weil Atlassian ihn nicht abdeckt. Für jede Komponente wird festgelegt, woran ihr Zustand tatsächlich hängt: HTTP, TCP, ICMP, DNS, Zertifikatslaufzeit oder ein Heartbeat aus einem Hintergrundprozess.

  3. Abonnenten exportieren und importieren

    Atlassian gibt die Liste als CSV heraus. Der Import erkennt E-Mail-, SMS- und Webhook-Spalten automatisch; einen anbieterspezifischen Importer gibt es nicht, die Spaltenzuordnung wird also einmal geprüft. Die Einwilligung selbst wandert mit: Sie wurde gegenüber dem Betreiber erteilt, nicht gegenüber Atlassian — der ist Auftragsverarbeiter, nicht Verantwortlicher.

  4. Parallel betreiben

    Beide Seiten eine bis zwei Wochen nebeneinander laufen lassen und die neue mit einem echten Vorfall oder einem geplanten Wartungsfenster testen. Eine Statuspage, die im Testbetrieb nie einen Vorfall gesehen hat, ist nicht getestet.

  5. Umschalten

    Der CNAME der eigenen Statuspage-Domain zeigt auf das neue Ziel, das Zertifikat wird ausgestellt, die alte Seite bleibt erreichbar, bis die Zwischenspeicherung durchgelaufen ist. Erst danach den alten Vertrag kündigen — nicht davor.

Die Abonnentenliste ist der einzige Teil, der nicht beliebig oft wiederholbar ist. Wer sie exportiert und importiert, sollte den Bestand vorher bereinigen: dauerhaft unzustellbare Adressen entfernen, Abmeldungen abgleichen und den Zeitpunkt so wählen, dass die erste Nachricht aus dem neuen System eine angekündigte ist und keine Störungsmeldung.

Häufige Fragen

Enthält Atlassian Statuspage eine Überwachung der eigenen Dienste?
Nein. Atlassian Statuspage stellt Zustände dar, die ihm gemeldet werden — über die Oberfläche oder die REST-API. Eigene Prüfungen führt es nicht durch. Für die Erkennung eines Ausfalls wird ein zweites Werkzeug benötigt.
Was kostet Atlassian Statuspage im Monat?
Der kostenlose Tarif deckt 100 Abonnenten und 25 Komponenten ab. Danach folgen Hobby für 29 $ (250 Abonnenten), Startup für 99 $ (1.000), Business für 399 $ (5.000) und Enterprise für 1.499 $ (25.000). Private Seiten sind eine eigene Produktlinie ab 79 $ im Monat. Stand: August 2026.
Warum kostet eigenes CSS bei Atlassian extra?
Gestaltungsfreiheit ist bei Atlassian an die Tarifstufe gekoppelt: eigenes CSS ab Startup für 99 $, eigenes HTML und JavaScript ab Business für 399 $ im Monat. Der kostenlose Tarif und Hobby bieten Logo, Farben und eine eigene Domain, aber keinen Eingriff in das Stylesheet.
Kann ich meine Abonnenten von Atlassian Statuspage mitnehmen?
Ja. Atlassian exportiert die Abonnentenliste als CSV, der Import erkennt E-Mail-, SMS- und Webhook-Spalten automatisch. Rechtlich ist der Wechsel unproblematisch: Die Einwilligung wurde gegenüber Dir als Verantwortlichem erteilt, nicht gegenüber Atlassian — der ist Auftragsverarbeiter. Eine erneute Anmeldung ist deshalb nicht nötig.
Ist Atlassian Statuspage DSGVO-konform einsetzbar?
Ja, mit Auflagen. Die Verarbeitung findet in den USA statt und stützt sich auf den Angemessenheitsbeschluss zum EU-U.S. Data Privacy Framework vom 10. Juli 2023. Erforderlich sind ein Auftragsverarbeitungsvertrag, die Aufnahme in das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und die Prüfung der Unterauftragsverarbeiter. In Ausschreibungen des öffentlichen Sektors erzeugt der Drittlandbezug regelmäßig Rückfragen.
Wie lange dauert ein Wechsel von Atlassian Statuspage?
Der Aufbau dauert wenige Stunden, die Umstellung selbst Minuten. Realistisch sind ein bis zwei Wochen Parallelbetrieb, damit die neue Seite mindestens einen echten Vorfall oder ein geplantes Wartungsfenster gesehen hat, bevor der alte Vertrag endet.
Was kann Atlassian Statuspage besser?
Zwei Dinge. Erstens die Integrationsbreite: über 150 vorgefertigte Komponenten für Fremddienste wie Stripe oder Shopify, die sich ohne eigenen Code auf der Seite spiegeln lassen. Zweitens die Verzahnung mit Jira Service Management und Opsgenie — wer dort bereits arbeitet, bekommt eine Anbindung, die ein externer Anbieter strukturell nicht erreicht.
Lohnt sich ein Wechsel bei weniger als 100 Abonnenten?
Aus Preisgründen allein nicht — der kostenlose Tarif von Atlassian deckt diese Größenordnung ab. Der Grund für einen Wechsel liegt dann woanders: darin, dass für die Erkennung noch ein zweites Werkzeug fehlt, oder darin, dass der Verarbeitungsort begründet werden muss.

Bereit für den Wechsel?

Die Atlassian Statuspage Alternative aus Deutschland.

Keine Kreditkarte erforderlich. Alle Check-Typen inklusive.

Alle Angaben zu Atlassian Statuspage nach öffentlich einsehbaren Preislisten des Anbieters, Stand 25. August 2026. Preise und Leistungsumfang können sich seitdem geändert haben — maßgeblich ist die Website des Anbieters.